Ohrakupunktur (nach Noack)

Die Ohrakupunktur, auch "Auriculo-Therapie" genannt, ist eine noch relativ junge, sehr effektive und vielfältige Therapieform, die dabei noch ungiftig und frei von unerwünschten Nebenwirkungen ist.

Nogier hatte 1951 festgestellt, dass neurophysiologische Mechanismen zur Projektion von peripheren Störungen des Körpers auf das Ohr führen und damit zur Möglichkeit von dort aus durch gezielte Reize (z.B. mit Hilfe von Nadeln) zurück auf den Körper zu wirken.

Die Möglichkeiten, die sich dabei ergeben, sind beeindruckend. Grundsätzlich lassen sich alle funktionalen Störungen in ihren Zusammenhängen sinnvoll behandeln. Besonders erfolgreich ist die Therapie bei folgenden Krankheitserscheinungen:

- Schmerzen werden gelindert und häufig sogar ausgeschaltet. Die Möglichkeiten reichen vom traumatischen Schmerz nach Unfällen über Neuralgien, rheumatische Schmerzen, Kopfschmerzen jeder Form und Genese, Ischias, Phantomschmerzen bis zum Herpes-Zoster.

- Beschwerden wie Ängste, Konzentrationsprobleme, Schwindel, Burnout, Erschöpfungszustände sind Beispiele einer langen Reihe von Indikationen, bei denen sich die Ohrakupunktr als besonders effektiv gezeigt hat. Ihre ausgleichende und entspannende Wirkung ist erstaunlich.

- Auch bei der Suchtbehandlung zeigt sich die Ohrakupunktur sehr wirksam. Verschiedene Behandlungsprogramme zur Entwöhnung bei Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenabusus, zur Raucherentwöhnung oder bei der Bekämpfung der Esssucht geben dem Behandler die Möglichkeit, die Therapie an die individuelle Situation des Suchtkranken anzupassen.

Die Ohrakupunktur lässt sich bei Bedarf sehr gut mit anderen Therapieformen kombinieren.